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Blutkontrolle

 
Neben den üblichen Urinproben werden zunehmend Blutproben entnommen. Blutproben können Urinproben nicht ersetzen, da sich im Urin verbotene Substanzen über längere Zeit ansammeln können. Sie sind dann im Urin noch vorhanden, auch wenn sie nicht mehr im Blut nachweisbar sind. Blutproben ergänzen Urinproben aber sehr gut, da sie z.B. für längerfristige Blutprofile (Blutpässe) oder für den Nachweis von Stoffen wie Fremdblutdoping, künstliches Blut oder Wachstumshormone notwendig sind.
 
Die Blut-Dopingkontrolle: Schritt für Schritt
Die nachstehenden Texte und Bilder führen Schritt für Schritt durch eine Blut-Dopingkontrolle. Wird eine Blutprobe für den biologischen Pass entnommen, muss nach einem Wettkampf oder einem anstrengenden Training zwei Stunden bis zur Blutentnahme gewartet werden. Während dieser Zeit stehen die Athletinnen und Athleten unter ständiger Aufsicht.
 
1. Schritt: Aufgebot und Identifikation
Das Kontrollpersonal weist sich aus und bietet die Athletin auf. Die Athletin wird über ihre Rechte und Pflichten informiert. Die Kontrolleurin überprüft die Identität der Athletin z.B. anhand einer Identitätskarte. Mit der Unterschrift auf dem Protokoll der Dopingkontrolle bestätigt die Athletin, die Aufforderung zur Dopingkontrolle erhalten zu haben.
 
1. Schritt
 
2. Schritt: Im Kontrollbereich
Im Kontrollbereich darf das Kontrollpersonal, die Athletin, falls erwünscht eine Vertrauensperson sowie bezeichnete Vertreter des nationalen oder internationalen Verbands und ein Dolmetscher anwesend sein. Neben Blut kann auch Urin kontrolliert werden, der Athletin wird der Ablauf erklärt. Vor der Blutabnahme muss die Athletin für mindestens zehn Minuten eine aufrechte Sitzposition einnehmen. Während dieser Zeit können Formulare ausgefüllt und Angaben zu den in letzter Zeit eingenommenen Medikamenten gemacht werden.
 
2. Schritt
 
3. Schritt: Auswahl des Kontrollmaterials
Die Athletin wählt die Kontrollsets und die Blutentnahmesets aus. Es müssen jeweils mindestens drei Sets zur Auswahl stehen. Die Verpackung muss intakt sein. Das Kontrollset enthält einen A- und einen B-Behälter sowie Klebeetiketten. Die Nummern auf dem Set, auf den Behältern, auf den Deckeln und auf den Klebeetiketten müssen identisch sein. Das Blutentnahmeset beinhaltet das Blutentnahme-Besteck und die Blutentnahmeröhrchen.
 
3. Schritt
 
4. Schritt: Blutentnahme
In der Regel erfolgt die Blutentnahme in aufrechter Sitzposition. Auf Wunsch der Athletin kann die Blutentnahme im Liegen erfolgen. Der Blood Control Officer (BCO) entnimmt der Athletin zwischen 6 und 16 ml Blut. Die Blutentnahme muss hygienisch einwandfrei durchgeführt werden und den Vorschriften für Sicherheitsvorkehrungen in medizinischen Einrichtungen entsprechen.
 
4. Schritt
 
5. Schritt: Beschriften der Blutproben
Die Athletin klebt eine Etikette auf jedes Blutentnahmeröhrchen und, falls notwendig, auf die entsprechenden Formulare.
 
5. Schritt
 
6. Schritt: Verschliessen der Blutentnahmeröhrchen
Die Athletin öffnet die Behälter A und B und stellt je ein Blutentnahmeröhrchen in die Behälter. Anschliessend verschliesst sie, ohne Kraftaufwand, die beiden Behälter mit den dazugehörenden Deckeln. Die Behälter können nun nicht mehr geöffnet werden.
 
6. Schritt
 
7. Schritt: Protokoll der Dopingkontrolle
Der BCO trägt Angaben, wie z.B. die Behälternummern, in das Protokoll ein. Ein Teil des Protokolls wird zusammen mit den Proben in einem Plastiksack verschlossen.
 
7. Schritt
 
8. Schritt: Unterschrift
Der restliche Teil des ausgefüllten Protokolls der Dopingkontrolle wird von der Athletin auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. Bemerkungen oder mögliche Beanstandungen können protokolliert werden. Der BCO, allfällige Begleitpersonen und zuletzt die Athletin unterzeichnen das Protokoll. Mit den Unterschriften wird bestätigt, dass die Kontrolle regelkonform durchgeführt worden ist.
 
8. Schritt
 
9. Schritt: Abschluss der Kontrolle
Die Athletin erhält eine Kopie des Protokolls der Dopingkontrolle. Diese sollte gut aufbewahrt werden. Das Resultat der Dopingkontrolle wird der Athletin elektronisch oder per Post mitgeteilt.
 
9. Schritt
 
10. Schritt: Versand und Analyse der Blutproben
Die Blutproben werden in einer Kühlbox zur Analyse ins Labor gesandt. Das Labor erhält nur Angaben zu den Probennummern, dem Datum und der Zeit der Blutentnahme, der Sportart und dem Geschlecht. Alle anderen persönlichen Angaben bleiben für das Labor nicht ersichtlich. Im Labor wird vorerst die A-Probe analysiert. Wird eine verbotene Substanz in der A-Probe nachgewiesen, so hat die betroffene Athletin das Recht, mittels der B-Probe eine Zweitanalyse zu verlangen.
 
10. Schritt
 

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