Neues Welt-Anti-Doping-Programm 2015 verabschiedet

20.11.2013 - Internationale Zusammenarbeit

Über 1000 Vertreter von Regierungen, Anti-Doping-Organisationen und dem Sport aus der ganzen Welt haben am Freitag, 15.11.2013 unter der Leitung der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) das neue Welt-Anti-Doping-Programm 2015 in Johannesburg, Südafrika verabschiedet. 

WADA Weltkongress 2013Das neue Welt-Anti-Doping-Programm (WADP) wird am 1. Januar 2015 in Kraft treten. Das WADP besteht aus dem Code und fünf internationalen Standards. Während der 18-monatigen Konsultationsphase wurden weltweit knapp 4‘000 Änderungsvorschläge eingereicht, wovon über 2‘000 in den Code eingearbeitet wurden. Die wichtigsten Änderungen im Code betreffen die vierjährige Regelsperre bei schweren Erstvergehen (z. B. Anabolika, EPO), grundsätzlich mehr Flexibilität bei der Festlegung von Sperren, die Ausweitung der Verjährungsfrist auf zehn Jahre, sowie die Einführung zweier neuer Dopingverstösse (Mittäterschaft, verbotener Umgang).

Aus der Schweiz waren mehrere Vertreter in Johannesburg vor Ort zugegen. Aus Sicht von Matthias Kamber, Direktor von Antidoping Schweiz, konnten anlässlich der 3. Weltkonferenz im Kampf gegen Doping einige wichtige Beschlüsse gefasst werden: "Mit der Vierjahres-Sperre können wir ab 2015 die echten Betrüger im Sport gezielter bestrafen. Ich begrüsse auch das weltweit verabschiedete und verbesserte Regelwerk betreffend Ermittlungen und gezielter Kontrollen. In der Schweiz haben wir schon vor zwei Jahren mit professioneller Ermittlungsarbeit im Kampf gegen Doping begonnen." 

Matthias Kamber erwähnt vorausblickend, dass „Antidoping Schweiz nun den Lead bei der Anpassung aller relevanten Regelwerke übernehmen wird. Das Ziel ist es, dass das Sportparlament von Swiss Olympic im November 2014 das neue Doping-Statut verabschieden kann und somit das WADP 2015 pünktlich zum 1. Januar 2015 in der Schweiz umgesetzt wird."

Neuer WADA-Präsident

Nebst der Annahme des neuen WADP stand in Johannesburg auch die Wahl einer neuen WADA-Führung im Zentrum. Sir Craig Reedie wird ab dem 1. Januar 2014 als Präsident die Geschicke der WADA leiten. Der aus Schottland stammende 72-jährige Reedie wirkt seit 1999 in verschiedenen Komitees der WADA mit. Er folgt auf den Australier John Fahey, der nach sechsjähriger Amtszeit abtritt. Dr. Makhenkesi Stofile (Südafrika) wird neuer WADA Vize-Präsident. 

Antidoping Schweiz wünscht der neuen WADA-Führung viel Erfolg und freut sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit.

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