Supplemente und Nahrungsergänzungsmittel

Supplementguide

Der Supplementguide informiert über aktuell im Sport beworbene Supplemente. Per Juni 2016 wird er mit Unterstützung von Antidoping Schweiz neu durch die Swiss Sports Nutrition Society (SNSS) betreut. Somit ist der Supplementguide neu über die SNSS abzurufen.

 

Dopingrisiko Supplemente

In der Vergangenheit wurden wiederholt Athleten wegen Dopings gesperrt, weil sie aufgrund verunreinigter Supplemente bzw. Nahrungsergänzungsmittel verbotene Substanzen zu sich genommen haben, welche unter den Zutaten nicht deklariert waren. Studien belegen, dass diese Gefahr weiterhin besteht.

Im Sport verbotene Substanzen können aufgrund verunreinigter Produktionsanlagen in Nahrungsergänzungsmittel gelangen oder mit der Absicht des Herstellers, die Wirkung des Produktes zu steigern.

Supplemente bzw. Nahrungsergänzungsmittel unterstehen in der Schweiz der Lebensmittelgesetzgebung. Das heisst, dass die Hersteller vollumfänglich für die Qualität und die Einhaltung von Vorschriften verantwortlich sind und es keine offizielle Zulassung gibt. Dies im Gegensatz zu Medikamenten, welche durch Swissmedic zugelassen werden müssen.

Konkrete Beispiele

In folgenden Produktgruppen wurden nachweislich bereits verbotene Substanzen gefunden:

  • Fat Burner zur Begünstigung einer Gewichtsabnahme (z.B. Stimulanzien)
  • Neuro Enhancer zur Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit (z.B. Stimulanzien)
  • Muskelaufbauprodukte wie beispielsweise Proteinpulver zur Beschleunigung der Querschnittszunahme (z.B. anabole Steroide)

Gesundheitsrisiko Supplemente

Neben der möglichen Verunreinigung durch Dopingsubstanzen drohen auch aufgrund der oft hohen Dosierung von Supplementen bzw. Nahrungsergänzungsmitteln gesundheitliche Risiken, wenn der individuelle Bedarf nicht durch eine Fachperson abgeklärt wurde.

Wie können Sporttreibende ihr Dopingrisiko reduzieren?

In Dopingfällen, auch aufgrund von verunreinigten Supplementen, trägt der Athlet bzw. die Athletin alleine die volle Verantwortung (sogenannte Strict Liability).

So kann das eigene Risiko eines unbeabsichtigten Verstosses reduziert werden:

  • Nur konsumieren, wofür ein individuell ermittelter Bedarf besteht
  • Vertrauenswürdige Schweizer Hersteller bevorzugen
  • Verzicht auf Käufe von unbekannten Produzenten bzw. auf Bestellungen aus dem Ausland

Weitere Informationen

Haben Sie weitere Fragen zu Supplementen oder Nahrungsergänzungsmittel? Das Team der SSNS hilft gerne weiter: contact@ssns.ch