Athletenumfrage
Antidoping Schweiz führte im Mai 2010 eine Athletenbefragung bei Athletinnen und Athleten zur Nutzung der Informationsangebote, zu den Dopingkontrollen und zur Einschätzung der schweizerischen Anti-Doping-Strategie durch.
Zusammenfassung
Die Athletenbefragung knüpft an die Antidoping-Evaluationen aus den Jahren 1995, 2000, 2003 und 2005 an. 1044 Athletinnen und Athleten (42% Beteiligung) füllten den online Fragebogen aus. Die neuesten Ergebnisse bestätigen das positive Bild der Schweizer Dopingbekämpfung aus früheren Jahren.
Gegenüber den Vorjahren konnte die Website antidoping.ch ihren Bekanntheits- und Nutzungsgrad nochmals markant steigern. Sie stellt heute die wichtigste Informationsquelle für die Athletinnen und Athleten dar.
Die Bewertung des Kontrollwesens fällt überaus positiv aus: Sowohl das Kontrollpersonal als auch die Durchführung der Kontrollen erhalten sehr gute Noten. Bei den Informationen zu Rechten und Pflichten sowie beim Umgang mit den Resultaten orten die Befragten am ehesten Verbesserungspotential. Die von Antidoping Schweiz durchgeführten Dopingkontrollen werden in allen Belangen als besser eingeschätzt als die Dopingkontrollen im Ausland. Zudem wird Doping von den Befragten klar abgelehnt, während die Dopingbekämpfung grosse Unterstützung erhält. Diese Unterstützung fällt sogar noch deutlicher aus als in der letzten Umfrage aus dem Jahr 2005.
Optimierungs- und Verbesserungspotenzial wird vor allem bei den elektronischen Hilfsmitteln zur Meldung des Aufenthaltsortes und zur Erreichbarkeit (Vereinfachung der Eingaben), bei der Dopingliste (z.B. Streichung von Cannabis) und bei der Verbesserung der Kontrolltätigkeit im Ausland (Chancengleichheit) gesehen. Antidoping Schweiz hat bereits Massnahmen eingeleitet, um die Meldung der Erreichbarkeit zu vereinfachen.

