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Ein Radfahrer, ein Boxer und ein Trainer wegen Dopings verurteilt

Die Disziplinarkammer für Dopingfälle von Swiss Olympic hat Nicolas Schnyder (Rad Strasse) wegen Dopings mit Testosteron verurteilt. Jean-Jacques Ramelet (Trainer Boxen) wird bestraft, weil er einem seiner Athleten eine verbotene Substanz verabreicht hatte und Lorand Lubishtani (Boxen) wurde für die Verweigerung einer Dopingkontrolle verurteilt.

Die Disziplinarkammer für Dopingfälle von Swiss Olympic (DK) hat den 25-jährigen Radfahrer Nicolas Schnyder zu einer Sperre von zwei Jahren ab dem 18. September 2010 und zur Bezahlung von 6500 Franken verurteilt (3000 Franken Busse, 1500 Franken Kosten der positiven A- und B-Proben, 1000 Franken Parteikostenentschädigung an Antidoping Schweiz und 1000 Franken Verfahrenskosten). Schnyder war am 18. September 2010 anlässlich einer Wettkampfkontrolle in Italien kontrolliert und des Dopings mit Testosteron überführt worden. Diese Kontrolle hatte der Internationale Radsportverband UCI durchgeführt, was die lange Verfahrensdauer erklärt: Swiss Cycling wurde erst im Frühling 2011 durch die UCI informiert, anschliessend musste die Analyse der B-Probe in einem Labor in Rom abgewartet werden, bevor die DK im Frühjahr 2012 auf Antrag von Antidoping Schweiz das Verfahren eröffnen konnte. Während dieser ganzen Zeit war Schnyder provisorisch gesperrt.

  

Box-Trainer für zwei Jahre gesperrt
Der Box-Trainer Jean-Jacques Ramelet ist von der DK verurteilt worden, weil er die gemäss Dopingliste verbotene Substanz Nikethamid besessen und seinem minderjährigen Athleten Vaton Zyberi verabreicht hat. Zyberi war anlässlich einer Wettkampfkontrolle am 6. März 2011 positiv auf Nikethamid getestet worden. Ramelet ist geständig und wurde zu einer Sperre von zwei Jahren ab dem 1. Juni 2012 und zur Bezahlung von 1200 Franken (100 Franken Busse, 500 Franken Parteikostenentschädigung an Antidoping Schweiz, 600 Franken Verfahrenskosten) verurteilt. Die zweijährige Sperre für den Box-Trainer bedeutet laut WADA-Code (Art. 10.10) und Doping-Statut von Swiss Olympic (Art 10.10.1), dass er in dieser Zeit in keiner Eigenschaft an Wettkämpfen oder sonstigen sportlichen Aktivitäten teilnehmen darf, die durch Mitgliedverbände von Swiss Olympic oder deren Vereine genehmigt, durchgeführt oder organisiert werden. Ausgenommen sind zugelassene Anti-Doping-Aufklärungs- oder Rehabilitierungsprogramme.
Vaton Zyberi wurde durch den Internationalen Sportgerichtshof (TAS) am 29. November 2011 wegen Dopings verurteilt und verwarnt (keine Sperre, aber Aberkennung des Schweizermeistertitels Junioren-Kategorie -75 kg, Rückgabe der Auszeichnung und allfällig erhaltener Preise anlässlich der Schweizermeisterschaft vom 6. März 2011, 320 Franken Kosten der positiven A-Probe, 588 Franken Beteiligung an den Verfahrenskosten). Die DK hatte in ihrem Urteil vom 8. Juni 2011 dem Athleten zwar den Schweizermeistertitel aberkannt und allfällige Auszeichnungen und Preise zurückgefordert, ihn aber wegen Dopings weder gesperrt noch verwarnt. Gegen diesen Entscheid hatte Antidoping Schweiz beim TAS Rekurs eingelegt.

  

Dopingkontrolle verweigert
Der 18-jährige Boxer Lorand Lubishtani hatte am 16. April 2012 anlässlich einer Trainingskontrolle die Urinabgabe verweigert. Er ist von der DK deshalb zu einer Sperre von zwei Jahren ab dem 8. Mai 2012 und zur Bezahlung von 1800 Franken (100 Franken Busse, 900 Franken Parteikostenentschädigung an Antidoping Schweiz und 800 Franken Verfahrenskosten) verurteilt worden.

  

Gegen alle diese Entscheide können die Parteien sowie die betroffenen internationalen Verbände und die WADA innert 21 Tagen seit Eröffnung beim Tribunal Arbitral du Sport (TAS) in Lausanne Rekurs einlegen.

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