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Nachweis von Fremdblutdoping

 
Tyler Hamilton, der amerikanische Radfahrer und Olympiasieger von Athen hatte 2004 Doping mit Fremdblut angewendet.
Die Welt-Anti-Doping-Agentur definiert Blutdoping in der Dopingliste als die Verwendung von eigenem (autologem), fremden (homologen) oder heterologem Blut oder Produkten auf der Basis von roten Blutzellen, unabhängig deren Herkunft, soweit die Anwendung nicht für eine medizinische Behandlung vorgesehen ist.
 
Ist Blutdoping eine neue Mehtode?
Durch das Verabreichen von Blut oder Erythrozyten wird die Konzentration der roten Blutkörperchen im Blut erhöht, so dass mehr Sauerstoff zu den Geweben transportiert wird und die Ausdauer verbessert wird. Die Möglichkeit, mittels Transfusion von Fremdblut die Ausdauerleistung zu verbessern, wurde bereits 1947 beschrieben. Die Forschung wurde zu militärischen Zwecken vorangetrieben, da die Piloten in grosser Höhe unter dem Sauerstoffmangel litten. Die Fremdblutspende barg jedoch die grosse Gefahr der Übertragung von Krankheiten. Erst durch die verbesserte Technik zur Lagerung des Blutes kam Blutdoping - als Eigenblutspende - wieder ins Gespräch. An den Olympischen Sommerspielen 1984 in Los Angeles sollen mehrere Radfahrer des US Olympia Teams Bluttransfusionen erhalten haben. Blutdoping ist seit 1985 verboten.
Nachdem die Methode des Blutdopings in den 1990er Jahren durch die Verwendung von EPO zurückgegangen war, erlebt es nun ein Comeback.
 
Wirkungen von Blutdoping
Durch eine Bluttransfusion wird dem Körper eigenes (autolog) oder fremdes (homologes) Blut zugeführt. Dadurch erhöht sich die Zahl der Erythrozyten und die Sauerstofftransportkapazität nimmt zu. Bei Eigenblutspenden erfolgt die Entnahme des Blutes in der Regel jeweils rund zwei Monate vor der Reinfusion. In der dazwischen liegenden Zeit produziert der Körper vermehrt Erythrozyten, um den Verlust auszugleichen. Das entnommene Blut wird während diesem Zeitraum in einer Blutbank kühl gelagert oder eingefroren. Wird das gelagerte Blut dem Athleten wieder zugeführt, kann er für einige Wochen von einer größeren Sauerstoffaufnahme und damit einer besseren Ausdauer profitieren. In Studien konnten unter Laborbedingungen Leistungssteigerung von zehn bis fünfzehn Prozent nachgewiesen werden.
 
Gefahren von Blutdoping
Wie bei EPO sind die möglichen Nebenwirkungen von Blutdoping erhöhte Belastung von Herz und Kreislauf, Bluthochdruck, Thrombosen. Bei Fremdblutdoping kommen Unverträglichkeit und Allergien. So können bei einer Unverträglichkeit bereits wenige Minuten nach der Infusion beim Empfänger Unwohlsein, Angstzustände und Schmerzen in der Bauchgegend auftreten. Die Übertragung von Infektionskrankheiten wie z.B. Hepatitis und AIDS ist ein grosses Risiko bei Fremdblutspenden.
Fremdblutdoping kann mittels Blutproben relativ sicher nachgewiesen werden, Eigenblutdoping hingegen noch nicht.