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Antiöstrogene

Antiöstrogene sind seit 2001 als Dopingmittel im und ausserhalb des Wettkampfes verboten.


Wirkungen
Antiöstrogene Substanzen werden zur Unterdrückung der Nebenwirkungen von Anabolika eingesetzt. Sie verhindern z.B. die Umwandlung des männlichen Sexualhormons Testosteron in das weibliche Hormon Östrogen.

Nebenwirkungen
Das Nebenwirkungspotenzial dieser Substanzen ist unterschiedlich hoch und umfasst unter anderem:
  • Hitzewallungen, Vaginalblutungen, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Sehstörungen.
  • Gelegentlich wird ein erhöhtes Risiko für Thrombosen beobachtet.


Anwendung in der Medizin
Therapeutisch werden Antiöstrogene wie Tamoxifen oder Anastrozol zur Behandlung von Brustkrebs (Mammakarzinom) und anderen hormonabhängigen Tumoren eingesetzt.
Raloxifen wird zur Behandlung der Osteoporose und Clomifen zur Stimulation des Eisprungs bei Frauen eingesetzt. Für Männer gibt es heute keine Indikation für den Einsatz von Aromatasehemmern.


Anwendung im Sport
Die Anwendung im Sport dient nicht in erster Linie zur Leistungssteigerung, sondern um die Nebenwirkungen einer missbräuchlichen Anabolikaeinnahme zu unterdrücken. Anabolikamissbrauch kann bei Männern zu einem unnatürlichen Brustwachstum (Gynäkomastie) führen, dies wird mit diesen Substanzen unterdrückt.


Besonderes
Bis Ende 2004 waren diese Substanzen nur bei Männern verboten, ab 2005 auch bei Frauen. 


Schlagzeilen
2003: Bei den Handball-Weltmeisterschaften wird ein Spieler der  ägyptischen Nationalmannschaft positiv auf Tamoxifen getestet.
2003: Mister Universum im Bodybuilding Rene Zimmermann (CH) wird positiv auf Tamoxifen getestet.