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Beta-2-Agonisten

 
Beta-2-Agonisten sind im Sport im Wettkampf und ausserhalb von Wettkämpfen verboten.
 
Wirkungen
Beta-2-Agonisten haben eine Bronchien erweiternde Wirkung und werden zur Behandlung von Asthma eingesetzt. Sie lindern die Symptome eines Asthmaanfalles, indem sie den Krampf der Bronchialmuskulatur aufheben.
 
Nebenwirkungen
Obwohl die heutigen Substanzen eine hohe Selektivität zu den Rezeptoren in der Bronchialmuskulatur besitzen, können hohe Dosen die Beta-1-Rezeptoren am Herzen stimulieren. Dies führt zu einer Erhöhung der Herzfrequenz und des Blutdruckes.
 
Anwendung in der Medizin
In der Medizin werden Beta-2-Agonisten zur Behandlung des Bronchialasthmas eingesetzt. Man unterscheidet zwischen schnellwirksamen Substanzen, die vor allem während eines Anfalles inhaliert werden. In der Basistherapie bevorzugt man Substanzen mit einer langen Wirkdauer, die die Krampfanfälligkeit der Muskulatur senken.
 
Anwendung im Sport
Im Sport wird durch die Bronchien erweiternde Wirkung eine kurzfristige Leistungssteigerung erwartet. Studien konnten diese Wirkungen jedoch nicht eindeutig zeigen.
 
Besonderes
Im Sport sind einige Beta-2-Agonisten (z.B. Salmeterol und Salbutamol / Formoterol bis zu einem bestimmten Grenzwert) zur Inhalation erlaubt. Andere Beta-2-Agonisten verlangen eine Ausnahmebewilligung zu therapeutischen Zwecken (ATZ).
 
Schlagzeilen
1992 wurden die deutschen Leichtathletinnen Katrin Krabbe, Grit Breuer und Manuela Derr wegen einer positiven Probe mit Clenbuterol zu mehrjährigen Sperren verurteilt.
1997 wurde in einer Dopingprobe an der Tour de France dem Radfahrers Dschamolidin Abduschaparow die Einnahme von Clenbuterol und Bromantan nachgewiesen.
1999 wurde zwei chinesische Schwimmer für drei Jahre gesperrt (Nachweis von Clenbuterol)