Unter dem Begriff
Glukokortikoide werden körpereigene und synthetische
Substanzen zusammengefasst, die vielfältige Wirkungen im Körper auslösen. Sie sind seit dem 1. Januar 2004 in allen Sportarten an Wettkämpfen verboten.
Wirkungen
Glukokortikoide wirken entzündungshemmend und schmerzstillend. Im
Protein- und Fettstoffwechsel üben sie eine abbauende Wirkung aus (
katabol). In Stresssituationen schüttet der Körper vermehrt körpereigene
Glukokortikoide aus, damit belastende Situationen bewältigt werden können.
Nebenwirkungen
Werden
Glukokortikoide über längere Zeit ohne Pause angewendet, kommt es zu Störungen im Hormonhaushalt. Bei langandauernder hoher Dosierung kommt es zu einer Umverteilung des Fettes, die Knochenfestigkeit kann abnehmen (Osteoporose) und das Immunsystem wird unterdrückt. Bei Kindern tritt eine Wachstumshemmung ein.
Die Anwendungen von Glukokortikoiden sind vielfältig. Sie werden bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen oder zur Verhinderung der Abstossung eines transplantierten Organs angewendet. Weiter werden
Glukokortikoide in der Behandlung eines Asthma bronchiale, bei rheumatischen Erkrankungen, allergischen Reaktionen und bei der Behandlung von Hauterkrankungen eingesetzt.
Sie werden im Sport bei Leistungsasthma und zur Behandlung von Entzündungen eingesetzt. Es wird zudem vermutet, dass sie auch wegen ihrer leicht euphorisierenden Wirkung eingesetzt werden.
Besonderes
Glukokortikoide sind bei oraler, intravenöser, intramuskulärer oder rektaler
Anwendung verboten und erfordern eine
ATZ. Alle anderen Anwendungsformen wie intraartikuläre, periartikuläre, peritendinöse, peridurale, intradermale, topische oder inhalative
Anwendung sind ohne Einschränkung erlaubt.