«Clean Water» - Schweizer Olympiaschwimmer erhalten biologischen Pass

26.07.2012 - Öffentlichkeit

Seit Ende 2009 wurden im Rahmen des Projekts «Clean Water» Daten zu den Blut- und Urinwerten von neun Schweizer Spitzenschwimmerinnen und –schwimmern gesammelt. Die daraus resultierenden biologischen Pässe wurden nun den Athleten ausgehändigt, sie zeigen keine Unregelmässigkeiten. Sechs der sieben bei den Olympischen Spielen in London an den Start gehenden Schweizer Schwimmerinnen und Schwimmer gehören dem Projekt «Clean Water» an.

Das gemeinsame Projekt «Clean Water» wurde Ende 2009 von Swiss Swimming, Antidoping Schweiz, dem Laboratoire suisse d’Analyse du Dopage (LAD) und dem Biotechnologieunternehmen Amgen ins Leben gerufen. Mit dem Ziel, sauberen Schwimmsport hinsichtlich London 2012 zu fördern, konnten neun Schweizer Spitzenschwimmerinnen und -schwimmer für das Programm gewonnen werden. Drei Jahre später existieren aussagekräftige biologische Pässe bestehend aus je einem hämatologischen und einem Steroidprofil. Keine der insgesamt 137 Dopingkontrollen (je auf Urin und Blut) ergab ein positives Analyseresultat, zudem zeigt keiner der Pässe Unregelmässigkeiten. Die Erhebung der Proben, das Handling, die Analyse sowie die Interpretation der Daten richtet sich nach den Athlete Biological Passport Operating Guidelines der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA.

Barbara Moosmann, Geschäftsführerin bei Swiss Swimming Federation ist erfreut, dass „mit Martina van Berkel, Swann Oberson, Danielle Villars, Dominik Meichtry, Alexandre Liess und Yannick Käser sechs Olympiastarter von Anfang an dem «Clean Water» Projektteam angehörten. Sie haben nun ihre Daten zum biologischen Pass erhalten und wir hoffen natürlich, dass sie in London ihr Potenzial ausschöpfen können.“

Statistik «Clean Water» 2009 2010 2011 2012
Anzahl Kontrollen
biologischer Pass
(jeweils Urin und Blut)
11 36 57 33
Anzahl Athleten 9 8 9 9

Positives Fazit

In der Schweiz arbeitet das Biotechnologieunternehmen Amgen seit 2009 mit der Stiftung Antidoping Schweiz im Projekt «Clean Water» zusammen. Amgen entwickelt und vertreibt innovative Medikamente, die das Leben von schwer kranken Patienten entscheidend verbessern. Der Missbrauch von Medikamenten stellt für Sportlerinnen und Sportler stets ein Gesundheitsrisiko dar. Amgen setzt sich darum gezielt gegen den Missbrauch von Medikamenten ein und kooperiert zu diesem Zweck weltweit mit nationalen und internationalen Anti-Doping-Organisationen.

Matthias Kamber, Direktor von Antidoping Schweiz zieht ein positives Fazit: „Diese beispielhafte Kooperation von nationalem Verband, nationaler Anti-Doping-Agentur, Industrie und Labor für einen sauberen Sport besitzt Vorbildcharakter für viele weitere Verbände. Für Sponsoren, die ihre Marke mit positiven Attributen besetzen wollen, sind «Clean»-Projekte zudem genau das Richtige.“