Dopingliste 2015

05.12.2014 - Athleten-Info

Die neue Dopingliste tritt auf den 1. Januar 2015 in Kraft. Wir beschreiben nachfolgend die wenigen Änderungen im Vergleich zum Vorjahr. Ebenso sind die Dopingliste 2015 und weitere Dokumente hier angefügt.

Dokumente zum Download:

Folgende Änderungen gelten für die Dopingliste 2015:

Anabolika (S1):

Bei einigen Anabolika wurde die Nomenklatur gemäss wissenschaftlichen Regeln geändert. Substanziell wurden keine wesentlichen Änderungen durchgeführt, es wurde lediglich 5b-Androstan-3a,17b-diol als Metabolit von Testosteron in die Beispielliste aufgenommen.


Peptidhormone, Wachstumsfaktoren, verwandte Substanzen und Mimetika (S2):

In dieser Substanzklasse wurde der Titel geändert, er schliesst nun Mimetika mit ein. Zudem erfolgten einige Umstrukturierungen um die Übersichtlichkeit nach Wirkungsweise der aufgeführten Substanzen zu verbessern. Zum Beispiel werden die HIF Stabilisatoren als eigene Untergruppe und nicht mehr zusammen mit Erythropoese-stimulierenden Substanzen aufgeführt. Es wurde ein Beispiel eines Corticotropin Releasingfaktors hinzugefügt.


Hormone und Stoffwechsel-Modulatoren (S4):

Die gesamte Substanzklasse wurde neu aufgeteilt und die Darstellung nach Wirkungsweise der aufgeführten Substanzen verbessert. Trimetazidin wurde von der Substanzklasse der spezifischen Stimulantien (S6) nach S4 verschoben und die AMPK Aktivatoren wurden neu beschrieben.


Diuretika und Maskierungsmittel (S5):

Der Titel wurde geändert um auszudrücken, dass Diuretika nicht nur maskierende Substanzen sind, sondern an und für sich missbraucht werden können (z.B. für schnellen Gewichtsverlust). Zudem wurden aus Gründen der Klarheit einige Umformulierungen vorgenommen. Sonst gab es keine Änderungen.


Stimulanzien (S6):

Auch in dieser Substanzklasse gab es nur wenige Änderungen. So wurde zum Beispiel Phenmetrazin von den spezifischen Stimulanzien in die nicht-spezifischen Stimulanzien re-klassifiziert. Oder es wird explizit erwähnt, dass neben Phenethylamin auch alle dessen Derivate verboten sind.


Glukokortikoide (S9):

Es wurden keine Änderungen bei der Anwendung von Glukokortikoiden vorgenommen. Wie bisher sind Glukokortikoide bei oraler, intravenöser, intramuskulärer oder rektaler Anwendung verboten. Für diese Anwendungsformen wird eine ATZ verlangt. Alle anderen Anwendungsarten wie intraartikuläre, periartikuläre, peritendinöse, peridurale, intradermale, topische oder inhalative Anwendung sind ohne Einschränkung erlaubt.


Chemische und physikalische Manipulation (M2):

Wie bisher sind Infusionen respektive Injektionen verbotenen, wenn mehr als 50 ml pro Periode von sechs Stunden verabreicht werden, ausser denjenigen, die berechtigterweise im Rahmen einer Hospitalisierung, während klinischen Abklärungen und neu auch während chirurgischer Eingriffe verabreicht wurden.


In gewissen Sportarten verbotene Wirkstoffe (P1 und P2):

Neu wird Karate nicht mehr unter Alkohol (P1) erwähnt, hingegen fallen nun gewisse Disziplinen des Unterwassersports in die verbotene Substanzklasse der Beta-Blocker (P2).