Entscheide der Disziplinarkammer 2009

14.01.2010 - Recht

Im Jahr 2009 hat die Disziplinarkammer für Dopingfälle von Swiss Olympic (DK) 25 Urteile gefällt.

Knapp die Hälfte der Entscheide stand in Zusammenhang mit Cannabinoiden. Die DK hat im Jahr 2009 zwei Athleten wegen Verweigerung der Dopingkontrolle für zwei Jahre gesperrt und zur Bezahlung einer Busse verurteilt. Ein weiterer Athlet ist auf Antrag von Antidoping Schweiz vom Vorwurf des unentschuldigten Fernbleibens der Dopingkontrolle freigesprochen worden. Der internationale Verband hat den Entscheid der DK an das Tribunal Arbitral du Sport (TAS) weitergezogen, wo er hängig ist. Vier Athleten sind für das Vorhandensein von Anabolika in ihren Körpern für zwei Jahre gesperrt und zur Bezahlung einer Busse verurteilt worden. Ein Athlet ist für das Vorhandensein von Cannabinoiden und Stimulanzien in seinem Körper für zwei Jahre gesperrt und zur Bezahlung einer Busse verurteilt worden. Fünf weitere Athleten sind für das Vorhandensein von Stimulanzien in ihren Körpern zu Sperren zwischen sechs Wochen und zwei Jahren sowie, in zwei der fünf Fälle, zur Bezahlung einer Busse verurteilt worden. Zwölf Athleten sind für das Vorhandensein von Cannabinoiden in ihren Körpern zu Sperren zwischen drei Monaten und einem Jahr sowie, in neun der zwölf Fälle, zur Bezahlung einer Busse verurteilt worden.

Damit hat die DK knapp die Hälfte ihrer Entscheide in Zusammenhang mit Cannabinoiden getroffen. Ein Viertel der Entscheide bezieht sich auf Stimulanzien. Rund 15 Prozent der Entscheide haben den Missbrauch von Anabolika sanktioniert.

(Antidoping Schweiz, Januar 2010)