Entscheide der Disziplinarkammer 2010

12.01.2011 - Recht

Im Jahr 2010 hat die Disziplinarkammer für Dopingfälle von Swiss Olympic 13 Entscheide gefällt.

In fast der Hälfte der Fälle wurde ein Vergehen im Zusammenhang mit Cannabinoiden bestraft, in einem Viertel der Fälle eine Kombination von Dopingvergehen.

Die Disziplinarkammer für Dopingfälle (DK) von Swiss Olympic hat im Jahr 2010 fünf Athleten für das Vorhandensein von Cannabinoiden in ihren Körpern zu Sperren zwischen zwei und sieben Monaten sowie, in vier der fünf Fälle, zur Bezahlung einer Busse verurteilt. Ein Athlet wurde wegen Verweigerung der Dopingkontrolle und Nachweis von Cannabinoiden für zwei Jahre gesperrt und zur Bezahlung einer Busse verurteilt. Zwei weitere Athleten sind für das Vorhandensein von Stimulanzien in ihren Körpern zu Sperren von einem Jahr respektive zwei Jahren sowie zur Bezahlung einer Busse verurteilt worden. Ein Athlet ist wegen einer Kombination von Dopingvergehen in Zusammenhang mit EPO zu einer zweijährigen Sperre und zur Bezahlung einer Busse verurteilt worden. Ein Entscheid betrifft die Neuansetzung einer zweijährigen Sperre auf Grund des Verstosses gegen das Teilnahmeverbot an Wettkämpfen während der Dauer der Sperre. Schliesslich hat die DK zwei Entscheide der Kommission für Ausnahmebewilligungen zu therapeutischen Zwecken (ATZ) von Antidoping Schweiz umgestossen und den Athleten die beantragte ATZ für Betablocker erteilt.

Ein weiteres Verfahren wegen Kombination von Dopingvergehen namentlich im Zusammenhang mit Eigenblutdoping wurde eingestellt. Antidoping Schweiz hat den Entscheid der DK an das Tribunal Arbitral du Sport (TAS) weitergezogen, wo er noch hängig ist.

(Antidoping Schweiz, Januar 2011)