Entscheide der Disziplinarkammer 2011

25.01.2012 - Recht

Die Disziplinarkammer für Dopingfälle von Swiss Olympic hat im Jahr 2011 13 Entscheide gefällt, gleich viele wie im Vorjahr. Erneut waren rund die Hälfte der Fälle Vergehen im Zusammenhang mit Cannabinoiden. Zudem wurden erstmals zwei Athleten wegen wiederholten Verstössen gegen die Meldepflichten verurteilt.

Die Disziplinarkammer für Dopingfälle von Swiss Olympic (DK) hat im Jahr 2011 sieben Athleten für das Vorhandensein von Cannabinoiden in ihrem Körper mit Sperren zwischen drei Monaten und zwei Jahren sowie in allen Fällen mit Bussen zwischen 100 und 300 Franken bestraft. Drei weitere Athleten sind für das Vorhandensein von spezifischen Substanzen verurteilt worden. Bei einem dieser Athleten wurde ein Verstoss ohne Sperre festgestellt, ein zweiter erhielt eine Sperre von zwei Jahren ohne Busse, im dritten Fall erhielt der Athlet eine Sperre von sechs Monaten und eine Busse von 1500 Franken. Ein Athlet ist für das Vorhandensein von Anabolika in seinem Körper für zwei Jahre gesperrt worden (ohne Busse).

Zwei Verstösse gegen Meldepflicht

Erstmals seit der Einführung des neuen Welt-Anti-Doping-Codes im Jahr 2009 hat die DK zwei Schweizer Athleten wegen wiederholten Verstössen gegen die Meldepflichten verurteilt. Dabei erhielt ein Athlet eine Sperre von 18 Monaten, der andere eine Sperre von zwölf Monaten. Den zweiten Entscheid hat Antidoping Schweiz an das Tribunal Arbitral du Sport weitergezogen, wo er noch hängig ist.

(Antidoping Schweiz, Januar 2012)