Jahresmedienkonferenz 2014

14.04.2014 - Öffentlichkeit

Ittigen, 14 April 2014

Antidoping Schweiz: Erfolgreiche Jahresbilanz 2013, ein Jahr der Höchstleistungen, Premieren und des 5-jährigen Jubiläums

Antidoping Schweiz führte 2013 insgesamt 3393 Dopingkontrollen durch und setzte damit eine neue Höchstmarke. Das Jahr 2013 war zudem das erste Jahr, das einerseits nach der neuen Unternehmensstrategie 2013-2016 und andererseits nach den Vorgaben des neuen Sportförderungsgesetzes ablief. Das fünfjährige Jubiläum von Antidoping Schweiz wurde zudem genutzt, ein neuartiges, internationales, mobiles Präventionsspiel für Jugendliche zu entwickeln und zu lancieren.

Jahresbericht 2013

Antidoping Schweiz erreichte ihre Ziele 2013 vollumfänglich und erfüllte die Leistungsaufträge gegenüber Swiss Olympic und dem Bund in allen Punkten. Erstmals wurde ein Höchstwert von 3393 Dopingkontrollen von Antidoping Schweiz ausgeführt. Im eigenen Kontrollkonzept betraf dies 2785, bezahlt durch Dritte 608 Dopingkontrollen. Die 730 Blutkontrollen im eigenen Kontrollkonzept machen gut einen Viertel der Gesamtkontrollen aus. Gegenüber 2012 konnte der Anteil der teuren Spezialanalysen gesenkt werden, da im Jahr 2013 Spezialanalysen nur auf Grund von Verdachtsmomenten oder Schwankungen in den biologischen Pässen angeordnet wurden. Somit konnten mit dem gleichen Kontrollbudget insgesamt mehr Kontrollen als 2012 durchgeführt werden. «Dies zeigt die Wichtigkeit der internen Kompetenzen bei der Interpretation von biologischen Pässen einerseits und in Ermittlungen andererseits» bemerkt Matthias Kamber, Direktor von Antidoping Schweiz.

Die Disziplinarkammer für Dopingfälle von Swiss Olympic (DK) fällte im vergangenen Jahr 23 Entscheide zu Dopingverstössen, 17 Verurteilungen und 6 Freisprüche oder Nicht-Eintreten. Im Jahr 2013 stellte Antidoping Schweiz 300 verwaltungsrechtliche Verfügungen zum Einzug und zur Vernichtung von Dopingmittel aus, die durch die Zollbehörden beschlagnahmt worden waren. Zwei davon betrafen lizenzierte Athleten und führten zu Sanktionen durch die DK.

Neues mobiles Präventionsspiel

Zum fünfjährigen Geburtstag von Antidoping Schweiz auf den 1. Juli 2013 wurde ein modernes und attraktives mobiles Präventionsspiel mit dem Namen «Born to Run» entwickelt. Es wurde zusammen mit den beiden anderen deutschsprachigen Nationalen Anti-Doping-Agenturen von Deutschland und Österreich erarbeitet und zeitgleich in allen drei Ländern eingeführt. Auf spielerische Art und Weise sollen dabei Jugendliche mit dem Thema saubere Leistung, Doping, Dopingkontrollen und Wissen zu Doping bekannt gemacht werden. Das gratis erhältliche Spiel erfreut sich grosser Beliebtheit und wurde in der Schweiz bis Ende 2013 bereits 7371 Mal heruntergeladen.

Ausbau der Dienstleistungen

Mit ihren Dienstleistungen half Antidoping Schweiz insbesondere der Schweizer Olympiadelegation in der Vorbereitung für Sochi 2014: Ein Online-Test mit wichtigen Fragen zu Dopingsubstanzen, Kontrollen und Medikamenten ermöglichte den selektionierten Athletinnen und Athleten eine optimale Vorbereitung im Bereich der Anti-Doping-Regeln und -Verfahren. Die Schweizer Delegationen in Sochi (Olympics und Paralympics) blieb ohne Dopingfälle. Im Weiteren wurden erste Schritte zur vollständigen Überarbeitung der E-Learning-Lektionen und der Website eingeleitet. Die neue Website wird demnächst live geschaltet. Sie ist übersichtlicher, auf mobile Geräte zugeschnitten und die wichtigsten Themen wie zum Beispiel die Abfrage von Medikamenten sind noch benutzerfreundlicher gestaltet und platziert.

Neues Welt-Anti-Doping-Programm 2015

Nach der Gründung der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) im Jahr 1999 wurde erstmals auf 2004 ein Welt-Anti-Doping-Programm (WADP) bestehend aus einem Code und mehreren internationalen Standards erarbeitet. Das WADP ist für nationale olympische Komitees und nationale Anti-Doping-Agenturen verbindlich umzusetzen und im November 2013 wurde das WADP 2015 am Welt-Anti-Doping-Kongress in Johannesburg angenommen. Das WADP 2015 bringt unter Anderem höhere Strafen für beabsichtigtes Doping, es vereinfacht die Zusammenarbeit der Partner in der Dopingbekämpfung und stärkt die Prävention.

Projekte 2014

Antidoping Schweiz hat die Federführung übernommen, damit das WADP 2015 im Doping-Statut von Swiss Olympic und den Reglementen von Antidoping Schweiz umgesetzt wird und wie gefordert auf den 1. Januar 2015 in Kraft treten kann. «Die termingerechte Umsetzung des WADP 2015 in der Schweiz ist für Antidoping Schweiz eine grosse und zeitintensive Herausforderung, die wir aber meistern werden» stellt Corinne Schmidhauser, Präsidentin von Antidoping Schweiz fest. Auf nationaler Ebene will Antidoping Schweiz die Zusammenarbeit mit den Zoll- und Strafverfolgungsbehörden sowie mit Swissmedic weiter intensivieren. Die Dopingenthüllungen in den letzten Jahren haben gezeigt, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit von öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Organisationen ist, um Doping wirkungsvoll zu bekämpfen. Zudem sollen im Bereich der Prävention und Information Instrumente und Hilfsmittel entwickelt und umgesetzt werden, damit Athletinnen und Athleten sowie Verbände auf allen Ebenen über die Neuerungen des WADP 2015 informiert werden.