Martin Grab wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt

28.08.2019 - Recht

Die Disziplinarkammer von Swiss Olympic sperrt den Schwinger Martin Grab wegen Vorhandensein der verbotenen Substanz Tamoxifen für zwei Jahre und verurteilt ihn zu einer Geldzahlung.

Der 40-jährige Schwyzer Martin Grab ist von der Disziplinarkammer für Dopingfälle von Swiss Olympic (DK) wegen Vorhandensein der verbotenen Substanz Tamoxifen in der Dopingprobe des Athleten für zwei Jahre gesperrt worden. Die Sperre gilt seit dem 5. April 2019 und ist für sämtliche Sportarten und jegliche Funktionen im Sport wirksam.

Im April 2018 wurde beim Schwinger Martin Grab eine Dopingkontrolle ausserhalb des Wettkampfs durchgeführt. Die Analyse der Urinprobe ergab die Präsenz von Tamoxifen. Anfangs August 2018 bestätigte die Analyse der B-Probe, in Anwesenheit des Athleten, die Präsenz von Tamoxifen.

Der Sachverhalt wurde unter Berücksichtigung aller fristgerecht vorgebrachten Argumente der betroffenen Parteien sorgfältig geklärt. Daraufhin hat Antidoping Schweiz Mitte Dezember bei der DK den Antrag zur Eröffnung eines Disziplinarverfahrens gestellt. Nach Durchführung einer mündlichen Verhandlung hat die DK das Disziplinarverfahren abgeschlossen und den Athleten zu einer Sperre von zwei Jahren verurteilt. Zusätzlich muss der Verurteilte Kontroll-, Analyse- und Verfahrenskosten sowie eine Parteientschädigung an Antidoping Schweiz im Gesamtbetrag von 6'304.15 Franken übernehmen. Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig.

Tamoxifen ist eine verbotene Substanz in der Gruppe der Hormon- und Stoffwechsel-Modulatoren auf der Dopingliste. Der Wirkstoff wird zur Vorbeugung und Behandlung von Brustkrebs eingesetzt. Eine missbräuchliche Verwendung von Tamoxifen soll unter anderem Nebenwirkungen von Anabolika-Kuren reduzieren.

Seit dem 01.01.2017 ist der Eidg. Schwingerverband Swiss Olympic angeschlossen. Somit ist die Zuständigkeit für die Dopingkontrollen an Antidoping Schweiz übergegangen. Seit diesem Zeitpunkt ist die Disziplinarkammer für Dopingfälle von Swiss Olympic für die Sanktionen bei allfälligen Dopingverstössen zuständig. In den Jahren 2017 und 2018 hat Antidoping Schweiz jeweils 74 Dopingkontrollen im Schwingsport durchgeführt.