Nationale Anti-Doping-Organisationen fordern klare Kriterien und Transparenz im Selektionsverfahren von «Olympischen Athleten aus Russland»

18.01.2018 - Öffentlichkeit

Unter welchen Bedingungen dürfen russische Athleten an den kommenden Olympischen Winterspielen in PyeongChang teilnehmen? Dieser vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) immer noch unbeantworteten Frage gingen am 17. Januar 2018 die Chefs von 19 nationalen Anti-Doping-Organisationen (NADO’s) bei einem Treffen in Bonn nach. Seit dem Entscheid vom 5. Dezember 2017, das Russische Olympische Komitee (ROC) von den Olympischen Spielen 2018 auszuschliessen, hat es das IOC versäumt, den Selektionsprozess für dennoch zugelassene russische Athleten transparent zu machen. Die Forderungen der NADO’s sind klar: «Wir wollen klare, objektive Kriterien und einen transparenten Selektionsprozess der russischen Sportler», so Kamber, Direktor von Antidoping Schweiz. «Ich bin beunruhigt ob der Frage, ob und wie weit die Hintertüre für russische Athleten offengelassen wird. Massgebend für den Entscheid ist die konkrete Umsetzung.» Der ganze Prozess sollte – im Interesse der sauberen Sportler und von schnellen Entscheiden – transparent sein. Dies würde helfen, das Vertrauen in die Integrität des Sports wiederherzustellen.

Die von den NADO’s geforderten Kriterien zur Zulassung von russichen Athleten sind unter anderem eine mindestens 12-monatige Dauer in einem akkreditierten Doping-Kontrollprogramm, ein Minimum an «Out-of-competion-Dopingproben», die Anwendung eines biologischen Passes und keine Referenzen im McLaren-Bericht. Die ganze Stellungnahme der NADO’s sowie die vollständigen Kriterien sind hier einsehbar.

 

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