Stellungnahme zum McLaren Report, 2. Teil

09.12.2016 - Internationale Zusammenarbeit

Antidoping Schweiz verlangt eine konsequente Verfolgung ​

Die Ergebnisse des zweiten Berichts von Prof. Richard McLaren, der am 9. Dezember in London vorgestellt wurde, bestätigen die Befunde über ein staatlich gefördertes System des Dopings in Russland. Als Konsequenz daraus verlangt Antidoping Schweiz, dass die involvierten Personen und Organisationen konsequent sanktioniert werden. 

Die Stiftung Antidoping Schweiz hat den zweiten Bericht der unabhängigen Untersuchung von Prof. Richard McLaren im Auftrag der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) zur Kenntnis genommen. Prof. McLaren hat erneut aufgezeigt, dass in Russland ein staatlich initiiertes oder zumindest toleriertes Doping-System bestand. Insbesondere wurden dadurch die Resultate mehrerer Weltmeisterschaften und Olympischen Spiele verfälscht.

Antidoping Schweiz gratuliert Prof. McLaren zur umfassend weitergeführten Arbeit und zu den klar herausgearbeiteten Resultaten und Beweismitteln. Der zweite Bericht vertieft den enttäuschenden und schockierenden Einblick in einen Sportbetrug von aussergewöhnlichem Ausmass.

Wie bereits früher betont, begrüsst Antidoping Schweiz die Einsetzung derartiger Untersuchungskommissionen durch die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA. Antidoping Schweiz verlangt eine konsequente Verfolgung der durch Prof. McLaren identifizierten Personen und Organisationen. «Es wäre zudem wichtig, dass in Russland keine internationalen Sportwettkämpfe mehr abgehalten werden dürfen, bis Russland seine Verpflichtungen aus den Anti-Doping-Konventionen des Europarates und der UNESCO sowie aus dem Welt-Anti-Doping-Code vollständig erfüllt hat» fordert Matthias Kamber, Direktor von Antidoping Schweiz. Staaten, Verbänden sowie Athletinnen und Athleten muss klar gezeigt werden, dass sich Doping nicht lohnt und man viel zu verlieren hat. Nur so kann sich national und international eine Nulltoleranz gegenüber Doping entwickeln. «Wir sind es den sauberen Athletinnen und Athleten sowie der Bevölkerung schuldig, alles zu unternehmen, um dieses Ziel zu erreichen. Dabei könnten die transparenten und unabhängigen Strukturen zur Dopingbekämpfung in der Schweiz als Modell für andere Länder dienen» meint Matthias Kamber weiter.

Antidoping Schweiz sichert der WADA, dem IOC und den betroffenen Sportverbänden die volle Unterstützung zu, damit diese Massnahmen umgesetzt werden können. 

McLaren Bericht, Teil II, sowie Webseite der Beweismittel

 

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