Dopingliste

Die Liste der verbotenen Substanzen und Methoden (Dopingliste) wird in der Regel jährlich von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) veröffentlicht und tritt jeweils am 1. Januar in Kraft. Die Dopingliste ist einer der sechs Internationalen Standards, die zwingend von allen Unterzeichnern des WADA-Programms umgesetzt werden müssen.

Es ist die Aufgabe aller Sporttreibenden, sich über die gültige Dopingliste und speziellen Regelungen ihres Verbandes zu informieren.

Antidoping Schweiz gibt jährlich eine übersetzte Dopingliste heraus. Diese kann in gedruckter Form kostenlos bei Antidoping Schweiz bezogen werden. Ergänzend zur Dopingliste existiert eine weitere Liste mit in der Schweiz erhältlichen rezeptfreien erlaubten Arzneimitteln zur Behandlung banaler Erkrankungen. Um unbeabsichtigte Dopingverstösse mit Medikamenten zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Medikamentenabfrage Global DRO zu konsultieren.

Neu ab 2020: Änderungen der Dopingliste

Die Dopingliste 2020 tritt per 1. Januar 2020 in Kraft und löst zeitgleich alle bisherigen Listen ab. 

Für die Dopingliste 2020 wurden von der Welt Anti-Doping Agentur (WADA) mehrheitlich formale Anpassungen vorgenommen und Beispiele verbotener Substanzen oder deren Synonyme ergänzt. Alle diese neu aufgeführten Substanzen, waren im Sinne von «ähnlicher chemischer Struktur» bzw. «ähnlicher biologischer Wirkung» bereits zuvor verboten. Eine umfassende Aufführung aller Änderungen wird von der WADA zur Verfügung gestellt.

Für die Praxis heisst das: Die Anpassungen haben keine Auswirkungen auf den Doping-Status von in der Schweiz erhältlichen Medikamenten.

Einer der Abschnitte, welcher für die Dopingliste 2020 formal angepasst wurde, ist die Klasse der im Wettkampf verbotenen Cannabinoide. Die Änderung hat allerdings keine Auswirkung auf deren Doping-Status, d.h. alle natürlichen und synthetischen Cannabinoide bleiben verboten. Ausgenommen davon ist weiterhin lediglich die reine Substanz Cannabidiol (CBD).

Dies bedeutet allerdings nicht, dass Athletinnen und Athleten bedenkenlos CBD-Produkte konsumieren können, denn CBD-Produkte enthalten auch einen gewissen Anteil des im Wettkampf verbotenen Tetrahydrocannabinol (THC). Daher warnt Antidoping Schweiz vor dem Konsum von CBD-Produkten: Warnung vor CBD-Produkten