Ablauf einer Blutkontrolle

Eine Blutprobe kann in Ergänzung zu oder unabhängig von Urinproben entnommen werden. Dabei wird zwischen venöser Blutentnahme für Laboranalytik, venöser Blutentnahme für den Blutpass und kapillarer Blutentnahme (Dried Blood Spot, DBS) unterschieden.

Der Ablauf der drei Arten der Blutentnahme ist im Wesentlichen gleich. Sie unterscheiden sich jedoch in drei Punkten: Der Blutentnahmestelle, der nötigen Blutmenge sowie dem für die Entnahme notwendigen Kontrollmaterial. Dies hat zur Folge, dass auch die Kontrollabläufe sich in einigen Schritten leicht unterscheiden. Ist die Probe zur Verwendung in den Blutprofilen vorgesehen, darf die Blutentnahme frühestens zwei Stunden nach körperlicher Anstrengung entnommen werden.

Aufgebot und Identifikation

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01_Aufbieten&Identifikation

Das Kontrollpersonal weist sich aus und Lukas wird über das Aufgebot und die anstehende Kontrolle informiert. Lukas wird ausserdem über seine Rechte und Pflichten aufgeklärt. Das Kontrollpersonal stellt die Identität von Lukas fest, z.B. anhand einer Identitätskarte oder eines Führerausweises. Mit der Unterschrift auf dem Kontrollformular bestätigt Lukas, die Aufforderung zur Dopingkontrolle erhalten und die damit einhergehenden Rechte und Pflichten verstanden zu haben.

Warte- und Kontrollbereich

Die Warte- und Kontrollbereiche sind getrennt. Im Wartebereich darf Lukas trinken und essen, nicht aber im Kontrollbereich.

Im Kontrollbereich dürfen neben dem Kontrollpersonal ausschliesslich Lukas (der zu kontrollierende Athlet), auf Wunsch mit einer Vertrauensperson, sowie gegebenenfalls Beobachter der WADA und Auditoren von Antidoping Schweiz anwesend sein. Lukas wird der Ablauf der Kontrolle erklärt. Neben der Blut- können auch Urinproben genommen werden (siehe Ablauf Urinkontrolle). Vor der Blutabnahme muss Lukas für mindestens zehn Minuten eine aufrechte Sitzposition einnehmen. Die Wartezeit kann dazu verwendet werden, die Fragen zum biologischen Athletenpass zu beantworten und Angaben zu den in letzter Zeit eingenommenen Medikamenten zu machen.

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Auswahl des Kontrollmaterials

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03_Auswahl-Kontrollset_Blut

Lukas wählt ein verpacktes Blutentnahmeset aus. Es müssen mindestens drei Sets zur Auswahl stehen und deren Verpackung muss intakt sein. Ist Lukas mit dem ausgewählten Set nicht zufrieden, kann er ein anderes Set auswählen, das intakt ist.

Das Kontrollset enthält einen A-Behälter (rote Nummer), einen B-Behälter (blaue Nummer) und, je nach Art der zu erhebenden Probe, einen Behälter ohne Buchstaben sowie Klebeetiketten und verschliessbare Plastikbeutel. Die Nummern auf dem Set, auf den Behältern, auf den Deckeln und auf den Klebeetiketten müssen identisch sein. Das Kontrollset enthält das Blutentnahme-Besteck sowie die vorgesehenen Blutentnahme-Röhrchen.

Beschriften der Blutproben

Lukas klebt eine Etikette auf jedes Blutentnahme-Röhrchen.

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Blutentnahme

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In der Regel erfolgt die Blutentnahme in aufrechter Sitzposition. Auf Wunsch von Lukas kann die Blutentnahme aber auch im Liegen erfolgen. Für eine Kontrolle werden maximal 13 Milliliter Blut benötigt. Die Kontrollperson entnimmt Lukas unter Verwendung des Blutentnahmesets Blut. Anschliessend kümmert sich die Kontrollperson um die erforderliche medizinische Versorgung der Einstichstelle. Bis zu 30 Minuten nach der Blutentnahme sollten keine anstrengenden Bewegungen mit dem betroffenen Arm gemacht werden.

Verschliessen der Behälter

Lukas öffnet die Behälter gemäss den Erklärungen der Kontrollperson. Dann werden die Blutentnahme-Röhrchen in die dafür vorgesehenen Behälter gestellt und diese mit den dazugehörenden Schraubdeckeln verschlossen. Die Deckel werden ohne Kraftaufwand vollständig zugedreht. Sie können nun nicht mehr zurückgedreht und geöffnet werden. Im Labor werden die Deckel vor der Analyse mit einem speziellen Werkzeug geöffnet. Sie sind danach nicht mehr verwendbar. Abschliessend packt Lukas die Behälter in den dafür vorgesehenen Plastikbeutel und verschliesst diese.

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06_Verschliessen_Blut

Kontrollformular

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Jetzt trägt die Kontrollperson weitere Daten, wie z.B. die Probenummer, Datum und Zeit der Abgabe, in das Kontrollformular ein. Das Labor erhält keinerlei Informationen, die auf die Identität von Lukas schliessen lassen. Um dem Labor die Analyse zu erleichtern, wird empfohlen, die in den letzten sieben Tagen eingenommenen Medikamente auf dem Kontrollformular einzutragen.

Unterschrift und Abschluss

Der restliche Teil des ausgefüllten Kontrollformulars wird von Lukas auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. In seinem Sinne sollte Lukas allfällige Bemerkungen oder mögliche Beanstandungen im Kontrollformular schriftlich festhalten. Die Kontrollperson, allfällige Begleitpersonen und zuletzt Lukas unterzeichnen abschliessend das Kontrollformular. Mit den Unterschriften wird bestätigt, dass die Kontrolle regelkonform durchgeführt wurde. Lukas erhält eine Kopie des Kontrollformulars. Diese soll gut aufbewahrt werden.

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Versand und Analyse

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Die Blutproben werden in einer Kühlbox zur Analyse ins Labor gesandt. Das Resultat der Dopingkontrolle wird Lukas anschliessend elektronisch oder per Post durch Antidoping Schweiz mitgeteilt.

Dried Blood Spot (DBS)

Die DBS-Methode basiert auf einer Probenahme, bei der Bluttropfen getrocknet werden. Die Proben werden gewonnen, indem einige wenige Tropfen Blut vom Finger (Mittel- oder Ringfinger) oder in Ausnahmefälle vom Ohrläppchen genommen werden. Das abgenommene Blut wird in kleinen Mengen auf die DBS-Karte aufgetragen. Die Nummern auf dem Alu-Beutel, auf den Sicherheitsbeuteln, auf den DBS-Karten (A- und B-Probe) und dem Versieglungsstreifen müssen identisch sein. Beim Verpacken der DBS-Karten in die Sicherheitsbeutel, muss die Nummer auf der Karte sichtbar sein. Die beiden Beutel werden anschliessend mit dem Sicherheitsstreifen verschlossen und in den Alu-Beutel gesteckt. Dieser wird mit dem blauen Versieglungsstreifen verschlossen und an das Labor gesendet.

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