Ablauf einer Urinkontrolle

Aufgebot und Identifikation

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01_Aufbieten&Identifikation

Das Kontrollpersonal weist sich aus und Lukas wird über das Aufgebot und die anstehende Kontrolle informiert. Lukas wird ausserdem über seine Rechte und Pflichten aufgeklärt. Das Kontrollpersonal stellt die Identität von Lukas fest, z.B. anhand einer Identitätskarte oder eines Führerausweises. Mit der Unterschrift auf dem Kontrollformular bestätigt Lukas, die Aufforderung zur Dopingkontrolle erhalten und die damit einhergehenden Rechte und Pflichten verstanden zu haben.

Warte- und Kontrollbereich

Die Warte- und Kontrollbereiche sind getrennt. Im Wartebereich darf Lukas trinken und essen, nicht aber im Kontrollbereich. Da der erste Urin nach dem Aufgebot abgegeben werden muss, sind während der Wartezeit duschen oder der Aufenthalt im Wasser nicht erlaubt.

Im Kontrollbereich dürfen neben dem Kontrollpersonal ausschliesslich Lukas (der zu kontrollierende Athlet), auf Wunsch mit einer Vertrauensperson, sowie gegebenenfalls Beobachter der WADA und Auditoren von Antidoping Schweiz anwesend sein. Lukas wird der Ablauf der Kontrolle erklärt. Neben der Urin- können auch Blutproben entnommen werden (siehe Ablauf Blutkontrolle). Im Kontrollbereich wählt Lukas einen Urinbecher aus und überprüft, ob dessen Verpackung intakt ist. Es müssen mindestens drei Becher zur Auswahl stehen.

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02_Kontrollbereich_AuswahlBecher

Urinabgabe

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03_Urinabgabe

Sobald Lukas bereit ist, wird er von einer gleichgeschlechtlichen Kontrollperson zur Urinabgabe begleitet. Sofern es die Infrastruktur erlaubt, wird Lukas angewiesen, sich vor der Urinabgabe gründlich mit Wasser (ohne Seife) die Hände zu waschen. Im Anschluss daran wird der Urinbecher durch Lukas ausgepackt und dessen Verpackung entsorgt.

Vor der Urinabgabe muss Lukas sich von Bauch bis Knie und von Handgelenk bis Ellbogen freimachen, um Manipulationen auszuschliessen. Für die Kontrolle werden mindestens 90 ml Urin benötigt. Zurück im Kontrollbereich wird die Urinmenge auf dem Kontrollformular eingetragen.

Sonderfall Zwischenversiegelung

Falls Lukas die erforderlichen 90 ml Urin nicht auf einmal abgeben kann, wird die Teilprobe im Behälter der B-Probe zwischengelagert und die Nummer der Zwischenversiegelung im Kontrollformular eingetragen. Lukas steht bis zur erneuten Urinabgabe unter ständiger Aufsicht. Kann Lukas wieder Urin abgeben, so wird mit der erneuten Urinabgabe weitergefahren. Sind insgesamt mindestens 90 ml Urin abgegeben, so werden die Teilproben vermengt und abgefüllt (siehe oben).

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03_1_Zwischenversiegelung

Auswahl des Kontrollsets

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04_Auswahl_Kontrollset

Lukas wählt ein verpacktes Kontrollset aus. Es müssen mindestens drei Sets zur Auswahl stehen und deren Verpackung muss intakt sein. Ist Lukas mit dem ausgewählten Set nicht zufrieden, kann er ein anderes Set auswählen, das intakt ist.

Die Kontrollsets enthalten je einen in Folie eingeschweisste Behälter für die A-Probe (rotes Etikett) und die B-Probe (blaues Etikett). Die Nummern auf dem Set, auf den Behältern und auf deren Deckeln müssen identisch sein.

Abfüllen des Urins

Zuerst wird der Urin bis zum unteren Rand der blauen Etikette, zirka 30 ml, in den B-Behälter umgefüllt. Danach kommen mindestens 60 ml in den A-Behälter mit der roten Etikette. Der Rest wird gleichmässig in die beiden Behälter umgefüllt. Lukas füllt den Urin selbst in die Behälter ab. Die Urindichte wird anhand des Rests im Urinbecher gemessen; bei zu geringer Urindichte wird nochmals eine Probe verlangt.

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05_Abfüllen

Verschliessen der Behälter

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06_Verschliessen

Lukas verschliesst die beiden Behälter ohne Kraftaufwand mit den dazugehörenden Deckeln. Sie können nun nicht mehr zurückgedreht und geöffnet werden. Im Labor werden die Deckel vor der Analyse mit einem speziellen Werkzeug geöffnet. Sie sind danach nicht mehr verwendbar. Abschliessend packt Lukas die beiden Behälter in die dafür vorgesehenen Plastikbeutel (in denen sich die sogenannten «Liquids Absorber» befinden) und verschliesst diese.

Kontrollformular

Jetzt trägt die Kontrollperson weitere Daten, wie z.B. die Probenummer, Datum und Zeit der Abgabe, in das Kontrollformular ein. Das Labor erhält keinerlei Informationen, die auf die Identität von Lukas schliessen lassen. Um dem Labor die Analyse zu erleichtern, wird empfohlen, die in den letzten sieben Tagen eingenommenen Medikamente auf dem Kontrollformular einzutragen.

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07_Protokoll

Versiegelung

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08_Versiegelung

Lukas legt die Urinproben nun wieder in die entsprechende Verpackung zurück und diese wird mit einem Sicherheitsstreifen versiegelt.

Unterschrift und Abschluss

Der restliche Teil des ausgefüllten Kontrollformulars wird von Lukas auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. In seinem Sinne sollte Lukas allfällige Bemerkungen oder mögliche Beanstandungen im Kontrollformular schriftlich festhalten. Die Kontrollperson, allfällige Begleitpersonen und zuletzt Lukas unterzeichnen abschliessend das Kontrollformular. Mit den Unterschriften wird bestätigt, dass die Kontrolle regelkonform durchgeführt wurde. Lukas erhält eine Kopie des Kontrollformulars. Diese sollte gut aufbewahrt werden.

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09_Unterschrift&Abschluss

Versand und Analyse

Im Anschluss an die Kontrolle werden die Proben zur Analyse ins Labor gesandt, wo vorerst die A-Probe analysiert wird. Das Resultat der Dopingkontrolle wird Lukas anschliessend elektronisch oder per Post durch Antidoping Schweiz mitgeteilt.