Ausnahmebewilligung zu therapeutischen Zwecken (ATZ)

Es gibt Situationen, in denen Sportlerinnen und Sportler aus gesundheitlichen Gründen eine gemäss Dopingliste verbotene Substanz oder Methode benötigen. Dafür sehen die Anti-Doping-Bestimmungen eine Ausnahmebewilligung zu therapeutischen Zwecken, kurz ATZ (Englisch: Therapeutic Use Exeption, TUE), vor.

ATZ-Wizard

Der ATZ-Wizard stellt die relevanten Fragen und hilft festzustellen, ob, wann und an wen ein ATZ-Antrag gestellt werden muss.

Neustarten

Medizinische Notfälle

In einer medizinischen Notfallsituation geht die Gesundheit vor. Notfalltherapien sollen unverzüglich vorgenommen werden, auch wenn dafür gemäss Dopingliste verbotene Substanzen oder Methoden angewendet werden. Ein allenfalls notwendiger ATZ-Antrag ist einzureichen, sobald es die gesundheitliche Situation zulässt. Dies gilt auf nationaler und internationaler Ebene.

Weiterführende Informationen zu medizinischen Notfällen

Nationale und internationale ATZ-Bestimmungen

Die Welt-Anti-Doping-Agentur definiert die betreffend ATZ geltenden Bestimmungen in einem Internationalen Standard (ISTUE). Internationale Sportverbände und nationale Anti-Doping-Organisationen halten für ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereich die geltenden Bestimmungen zusätzlich fest. Dasselbe gilt auch für die Veranstalter grosser Sportwettkämpfe (z.B. IOK, IPC, FISU).

Auf internationaler Ebene kann deshalb ein anderes Vorgehen als auf nationaler Ebene notwendig sein. Bei geplanter Teilnahme an internationalen Wettkämpfen sind daher unbedingt frühzeitig die Bestimmungen des jeweils zuständigen internationalen Verbandes zu prüfen. Dabei ist wichtig zu beachten, dass auch in der Schweiz internationale Wettkämpfe (gemäss Bestimmungen des jeweiligen internationalen Verbandes) stattfinden können.

Antidoping Schweiz definiert die auf nationaler Ebene geltenden Regeln in den Ausführungsbestimmungen für Ausnahmebewilligungen zu therapeutischen Zwecken 2015.

Vorgängige ATZ

Eine vorgängige ATZ bedeutet, dass vor dem Therapiestart eine Bewilligung vorliegen muss, damit die betreffende Athletin bzw. der betreffende Athlet vor einem Verstoss gegen die Anti-Doping-Bestimmungen durch die Therapie geschützt ist. Vorgängige ATZ können durch internationale Verbände, das IOK, das IPC, die FISU oder Antidoping Schweiz verlangt werden. Wer eine vorgängige ATZ beantragen muss, finden Sie mit dem ATZ-Wizard heraus.

Nachträgliche ATZ

Die ATZ-Bestimmungen sehen vor, dass gewisse Athletinnen und Athleten nicht bereits vor dem Therapiestart im Besitz einer gültigen ATZ sein müssen. Diese Athletinnen und Athleten erhalten nachträglich, d.h. nach einer allfälligen Dopingkontrolle, die Möglichkeit, einen ATZ-Antrag zu stellen.

Die medizinischen Abklärungen müssen vor dem Therapiebeginn erfolgt und ärztlich dokumentiert sein. Auch der weitere Therapie- und Krankheitsverlauf soll sorgfältig dokumentiert werden. Das umfassend medizinische Dossier ist für einen nachträglichen ATZ-Antrag einzureichen. Wer eine nachträgliche ATZ beantragen kann, finden Sie mit dem ATZ-Wizard heraus.

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