Krank oder verletzt?

Natürlich können auch Sportlerinnen und Sportler erkranken oder sich verletzen. Die Anti-Doping-Bestimmungen gelten aber auch im Krankheits- oder Verletzungsfall. Daher gilt es einige wichtige Punkte zu beachten, um nicht unbeabsichtigt gegen diese Bestimmungen zu verstossen.

Verbotene Medikamente

Medikamente können gemäss Dopingliste verboten sein. Produkte, die auf den ersten Blick keine leistungssteigernde Wirkung haben, können verbotene Substanzen enthalten oder als verbotene Methode verabreicht werden. Dies gilt für Medikamente aus verschiedensten therapeutischen Einsatzgebieten. Darunter fallen auch Medikamente, die in Apotheken oder Drogerien freiverkäuflich sind, wie z.B. gewisse Grippe- oder Erkältungsmedikamente. Daher sollen Sportlerinnen und Sportler den Doping-Status jedes Medikaments einzeln prüfen.

Überprüfung der Medikamente

Die Medikamentenabfrage Global DRO ist eine einfache Hilfe, um den Doping-Status der Medikamente zu prüfen. Sportlerinnen und Sportler sollten immer vor Anwendung eines Medikaments selbständig prüfen, ob es erlaubt ist.

Medikamentenabfrage

Erlaubte Medikamente

Häufig können erlaubte Medikamente eingesetzt werden, so dass nicht auf gemäss Dopingliste verbotene Substanzen oder Methoden zurückgegriffen werden muss. Daher sollten Sportlerinnen und Sportler immer gemeinsam mit ihren betreuenden Fachpersonen abklären, ob es erlaubte Alternativen für die Therapie gibt.

In der «Liste erlaubter Medikamente bei banalen Erkrankungen» werden Medikamente aufgeführt, welche in Apotheken und Drogerien nach Beratung ohne Rezept erhältlich sind. Es handelt sich um eine nicht abschliessende Auswahl von im Sport erlaubten Medikamenten.

Strict Liability

Sportlerinnen und Sportler sind jederzeit alleine dafür verantwortlich, dass nichts in ihren Körper gelangt, was verboten ist. Im Alltag ist daher Vorsicht geboten, um keinen unbeabsichtigten Verstoss gegen die Anti-Doping-Bestimmungen zu begehen. Sportlerinnen und Sportler können sich davor schützen, indem sie:

  • bei Beratung oder Behandlung durch medizinische Fachpersonen darauf hinweisen, dass sie den Anti-Doping-Bestimmungen unterstehen und dass diese bei der Therapiewahl berücksichtig werden müssen;
  • jedes Medikament vor der Anwendung auch selbständig mit der Medikamentenabfrage Global DRO überprüfen und diese Prüfung jeweils zum Jahreswechsel wiederholen;
  • bei Unsicherheiten oder Unklarheiten bei Antidoping Schweiz nachfragen.

Medizinische Notfälle

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