Cannabis und CBD-Produkte

Doping-Status von Cannabinoiden

Natürliche und synthetische Cannabinoide sind gemäss der aktuellen Dopingliste im Wettkampf verboten. Bei Dopingproben, die im Wettkampf erhoben werden, dürfen keine im Wettkampf verbotenen Substanzen nachgewiesen werden. Dies unabhängig davon, wann die Substanz angewendet wurde. Antidoping Schweiz empfiehlt Athletinnen und Athleten generell auf den Konsum von Cannabis, inkl. Hanf- und CBD-Produkte, zu verzichten.

Cannabinoide sind lange nachweisbar

Die Konzentration von Cannabinoiden – beispielsweise von Tetrahydrocannabinol (THC) und deren Metaboliten – in einer Dopingprobe ist u.a. abhängig von der Konzentration im konsumierten Hanf-Produkt, der konsumierten Menge und dem individuellen Metabolismus der Athletin bzw. des Athleten. Es ist also nicht möglich eine Voraussage zu Blut- und Urinkonzentrationen und zur genauen Dauer der Nachweisbarkeit zu machen.

Zudem ist wichtig zu beachten, dass bei einer Dopingkontrolle nicht nur das aktive THC, sondern auch dessen Metaboliten nachgewiesen werden. Diese Abbauprodukte können noch während Tagen oder gar Wochen nach dem Konsum nachgewiesen werden.

Antidoping Schweiz empfiehlt Athletinnen und Athleten aufgrund der langen Nachweisbarkeit generell auf den Konsum von Cannabis-Produkten zu verzichten.

CBD-Produkte

Ausgenommen von den gemäss Dopingliste verbotenen Cannabinoiden ist die reine Substanz Cannabidiol (CBD). Allerdings empfiehlt Antidoping Schweiz den Athletinnen und Athleten dennoch auf den Konsum von CBD-Produkten zu verzichten. Der Grund dafür ist, dass CBD-Produkte einen gewissen Anteil an THC beinhalten. THC ist eine im Wettkampf verbotene Substanz, welche zu einer positiven Dopingprobe führen kann.

CBD-Produkte erleben zurzeit einen Boom. Der wenig kontrollierte Markt hat jedoch zur Folge, dass teilweise hohe THC-Konzentrationen in den Produkten enthalten sind. Diese können über den deklarierten Angaben liegen und den gesetzlich festgelegten Höchstgehalt überschreiten. CBD-Produkte stellen daher ein Risiko für Athletinnen und Athleten dar.

Die Empfehlung von Antidoping Schweiz an Athletinnen und Athleten bleibt unverändert: Verzicht auf CBD-Produkte. Dies gilt unabhängig von den Angaben der Hersteller oder Verkäufer der Produkte zum THC-Gehalt. Das Risiko für Verstösse gegen die Anti-Doping-Bestimmungen mit THC durch den Konsum von CBD-Produkten wird vielerseits verharmlost.