Eishockey-Profi für 3 Monate gesperrt

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Kategorie:
Recht

Der Spieler Cory Conacher benötigt aus gesundheitlichen Gründen die gemäss Dopingliste verbotene Substanz Insulin, verfügte jedoch nicht über eine in diesen Fällen notwendige Ausnahmebewilligung. Der Athlet hat das fehlerhafte Verhalten eingesehen und die von Antidoping Schweiz vorgeschlagenen Sanktionen akzeptiert.

Der 31-jährige Cory Conacher akzeptierte in einer prozessvergleichenden Vereinbarung mit Antidoping Schweiz eine Sperre von drei Monaten sowie eine Busse von 2500 Franken wegen Verstössen gegen Anti-Doping-Bestimmungen. Der Eishockey-Spieler anerkennt, die gemäss Dopingliste verbotene Substanz Insulin während der Saison 2020/21 eingenommen zu haben, ohne im Besitz einer gültigen Ausnahmebewilligung zu therapeutischen Zwecken (ATZ) gewesen zu sein. Die Sperre gilt seit dem 5. Mai 2021, dem Beginn der provisorischen Sperre, und ist für sämtliche Sportarten und jegliche Funktionen im Sport bis zum 5. August 2021 wirksam. Die Vereinbarung wurde durch die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) genehmigt.

Der Athlet benötigt die gemäss Dopingliste verbotene Substanz Insulin aus gesundheitlichen Gründen. Damit auch Athletinnen und Athleten mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen aktiv am organisierten Sportbetrieb teilnehmen können, sehen die Anti-Doping-Bestimmungen eine Ausnahmebewilligung vor. So können betroffene Athletinnen und Athleten ein ansonsten verbotenes Medikament unter klar geregelten Bedingungen einnehmen. Athletinnen und Athleten, die dem ATZ-Pool von Antidoping Schweiz angehören, sind verpflichtet, einen vorgängigen ATZ-Antrag bei Antidoping Schweiz zu stellen. Eine vorgängige ATZ bedeutet, dass vor dem Therapiestart eine Bewilligung vorliegen muss, damit die betreffende Athletin bzw. der betreffende Athlet vor einem Verstoss gegen die Anti-Doping-Bestimmungen durch die Therapie geschützt ist. Der Eishockey-Spieler hat diesen ATZ-Antrag unterdessen gestellt und kann das Medikament für die gültige Dauer sanktionsfrei anwenden.

Antidoping Schweiz erinnert alle Athletinnen und Athleten daran, dass die Verantwortung für die Abklärung der Notwendigkeit und für die Einreichung eines ATZ-Antrages bei ihnen liegt.