Jahresmedieninformation 2015

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Kategorie:
Öffentlichkeit

Antidoping Schweiz erfüllte 2014 alle Jahresziele. Das neue Welt-Anti-Doping Programm 2015 konnte im Verlaufe des Berichtjahres im Doping-Statut von Swiss Olympic und in den Ausführungsbestimmungen von Antidoping Schweiz zeitgerecht umgesetzt werden. Zudemführte Antidoping Schweiz 2014 insgesamt 4085 Dopingkontrollen durch und setzte damit eine neue Höchstmarke. Die Website wurde vollständig überarbeitet und verschiedene Präventionsprojekte zusammen mit nationalen Partnern entwickelt. Die Rechnung schloss bereits zum dritten aufeinanderfolgenden Jahr mit einem Aufwandüberschuss ab, was die zunehmend schwierigere finanzielle Lage von Antidoping Schweiz ausdrückt.

Antidoping Schweiz erreichte ihre Ziele 2014 vollumfänglich und erfüllte die Leistungsaufträge gegenüber Swiss Olympic und dem Bund in allen Punkten. Antidoping Schweiz führte 2014 mit 4‘085 Kontrollen einen Höchstwert an Dopingkontrollen durch, 3‘056 davon im eigenen Kontrollkonzept. Davon waren 2150 Urin- und 906 Blutkontrollen. Insgesamt wurden 1‘029 Kontrollen durch Dritte bezahlt, 686 Urin- und 343 Blutkontrollen. Davon fanden 555 Kontrollen an den Leichtathletik EM statt. Zudem wurden die Arbeiten mit biologischen Pässen ausgebaut. «Die Erkenntnisse aus der Ermittlungsabteilung, die die neben den biologischen Pässen auch andere Auffälligkeiten auswertet, wird immer wichtiger, um die teuren Kontrollen noch zielgerichteter anzusetzen» bemerkt Matthias Kamber, Direktor von Antidoping Schweiz.

Die Disziplinarkammer für Dopingfälle von Swiss Olympic (DK) fällte im vergangenen Jahr 13 Entscheide zu Dopingverstössen, elf Verurteilungen sowie je einmal auf Freispruch und Einstellung des Verfahrens. Im Jahr 2014 stellte Antidoping Schweiz 325 verwaltungsrechtliche Verfügungen zum Einzug und zur Vernichtung von Dopingmittel aus, die durch die Zollbehörden beschlagnahmt worden waren. Drei davon betrafen lizenzierte Athleten und führten zu Sanktionen durch die DK.

Neues Welt-Anti-Doping-Programm 2015

Schwerpunkt im Berichtsjahr bildete die Umsetzung des Welt-Anti-Doping-Programms 2015 (WADP 2015). Der Welt-Anti-Doping-Code wurde durch eine Arbeitsgruppe im Doping-Statut 2015 von Swiss Olympic umgesetzt, die relevanten Internationalen Standards des WADP 2015 konnten hingegen in den entsprechenden Ausführungsbestimmungen von Antidoping Schweiz abgebildet werden. «Antidoping Schweiz hat das Hauptjahresziel – die Umsetzung des Welt-Anti-Doping-Programms – fristgerecht und komplett erreicht. So ist die Schweiz seit dem 1. Januar 2015 vollständig „Code Compliant“ » freut sich Corinne Schmidhauser, Präsidentin von Antidoping Schweiz. Damit ging eine mehrjährige intensive Vorbereitungsphase zu Ende, in der sich Antidoping Schweiz zuerst bei der Beratung des WADP 2015 und anschliessend bei dessen Umsetzung aktiv einsetzte.

Neue Website

Die Website ist als wichtigstes Informationsmittel von Antidoping Schweiz nicht mehr wegzudenken. Sie hat frühere Print-Produkte abgelöst und sich neuen Zielgruppen erschlossen. Sie wurde vollständig inhaltlich sowie technisch überarbeitet. Davon profitieren die Besucherinnen und Besucher von einer Vielzahl von Verbesserungen im Bereich der Benutzerfreundlichkeit. So sind alle Inhalte für die Nutzung auf mobilen Geräten optimiert worden (Responsive Design), die am häufigsten genutzten Inhalte sind einfacher abrufbar.

Ausbau der Dopingprävention

Zu Beginn 2014 hat Antidoping Schweiz ein Dopingpräventionskonzept für Verbände eingeführt, das flexibel auf die Bedürfnisse und Strukturen einzelner Verbände angewandt werden kann. Im Berichtsjahr wurden daraus verschiedene Aktivitäten mit dem Schweizerischen Fussballverband, mit Swiss Tennis und mit Swiss Cycling in die Tat umgesetzt. Für die Zukunft wird die Stossrichtung der Verbandszusammenarbeit mit Swiss Olympic abgeglichen und die Angaben der Verbände aus den Ethik-Checks von Swiss Olympic dienen als Richtwert.

Bevölkerungsbefragung

Die Ergebnisse einer neuen Bevölkerungsbefragung zeigen, dass die Schweizer Bevölkerung Doping als das Hauptproblem im Sport sieht. Die Dopingbekämpfung wird von der Bevölkerung klar befürwortet. 84% der Befragten möchten Doping streng verboten sehen und gar 94% akzeptieren mögliche Folgen der Dopingbekämpfung wie die Abnahme von Schweizer Spitzenleistungen und die Gefährdung von Sportlerkarrieren. Verschiedene Massnahmen wie eine härtere Bestrafung der Sportler, mehr Geld für die Dopingbekämpfung sowie die Bestrafung des Dopingkonsums durch das Gesetz erhalten ebenfalls eine hohe Zustimmung.

Jahresbericht 2014

 

Kontakt

Matthias Kamber, Direktor Antidoping Schweiz, Tel. 031 359 74 47
Corinne Schmidhauser, Präsidentin Antidoping Schweiz, Tel. 079 301 83 07