Stellungnahme zur Sendung der ARD-Dopingredaktion

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Kategorie:
Öffentlichkeit

Stellungnahme von Antidoping Schweiz zur Sendung der ARD-Dopingredaktion «Schuldig – Wie Sportler ungewollt zu Dopern werden können»

Antidoping Schweiz nimmt den Inhalt der ARD-Dokumentation vom 17. Juli, in welcher Aussagen über Doping-Sabotage durch Hautkontakt gemacht werden, zur Kenntnis.

Antidoping Schweiz hat keine Einsicht in die Details des Experiments, welches zum Zweck des Dokumentarfilms durchgeführt wurde. Es ist nun jedoch von grosser Bedeutung, dass die Erkenntnisse der Studie genau analysiert und die Qualitätssicherung der wissenschaftlichen Arbeit durch Peer-Review gewährleistet wird. Basierend auf diesen Erkenntnissen müssen mögliche Verbesserungen des Anti-Doping-Systems rasch diskutiert und umgesetzt werden. Athletinnen und Athleten, welche sich nichts zu Schulden kommen lassen, müssen geschützt werden, wie dies beispielsweise mit der Regelanpassung bei Fleischkontaminationen bereits gemacht wurde. Antidoping Schweiz wird sich zusammen mit den internationalen Partnern und der WADA dafür einsetzen.

Es ist wichtig festzuhalten, dass jedes Anti-Doping-Verfahren für Antidoping Schweiz eine Einzelfallbetrachtung ist. Die Stellungnahmen und auch allfällige entlastende Argumente der angeschuldigten Athletinnen und Athleten werden entsprechend gewürdigt und in die Verfahrensführung einbezogen.

Antidoping Schweiz setzt sich für den Schutz des sauberen Sports und insgesamt für die Integrität des Sports ein. Sabotageakte auf Athletinnen und Athleten sind kriminelle Akte, welche nicht nur sportrechtlich, sondern auch strafrechtlich zu verfolgen sind. Antidoping Schweiz hat als strategischen Schwerpunkt die Ermittlungskapazitäten signifikant ausgebaut und arbeitet sowohl national wie auch international mit staatlichen Behörden zusammen, um auch nichtanalytische Fälle aufzuklären.