Doping-Statut von Swiss Olympic

Mit dem Doping-Statut von Swiss Olympic wird der Welt-Anti-Doping-Code in der Schweiz umgesetzt. Es definiert einleitend die Organe der Dopingbekämpfung und deren Zuständigkeiten in unserem Land. Das Sportparlament, bestehend aus Delegierten der Sportverbände, verabschiedet das Doping-Statut. Die aktuell gültige Fassung ist am 1. Januar 2015 in Kraft getreten.

Geltungsbereich

Das Doping-Statut und die dazu gehörenden Ausführungsbestimmungen sind für alle Swiss Olympic angeschlossenen Verbände verbindlich. Die Anti-Doping-Bestimmungen gelten somit für alle Sporttreibenden mit einer Lizenz oder einer Mitgliedschaft bei einem Verein bzw. Verband, welcher Swiss Olympic angeschlossen ist. Dasselbe gilt für Teilnehmende an Wettkämpfen solcher Organisationen. Entsprechend können diese Sportlerinnen und Sportler jederzeit Dopingkontrollen unterzogen und allenfalls sanktioniert werden. Dies gilt unabhängig von deren sportlichem Leistungsniveau, Alter und Nationalität.

Verstösse gegen Anti-Doping-Bestimmungen

Artikel 2 des Doping-Statuts von Swiss Olympic listet zehn Tatbestände auf, die als Verstösse gegen Anti-Doping-Bestimmungen gelten und folglich die Definition von «Doping» darstellen:

  1. Vorhandensein einer verbotenen Substanz, ihrer Metaboliten oder Marker in der Probe eines Athleten
  2. (versuchte) Anwendung einer verbotenen Substanz oder einer verbotenen Methode seitens eines Athleten
  3. Vereitelung der Probenahme, Weigerung oder Unterlassen, eine Probe abzugeben
  4. Wiederholte Meldepflichtverstösse
  5. (versuchte) unzulässige Einflussnahme auf einen Teil des Dopingkontrollverfahrens
  6. Besitz einer verbotenen Substanz oder von Hilfsmitteln zur Anwendung einer verbotenen Methode
  7. (versuchtes) Inverkehrbringen einer verbotenen Substanz oder von Hilfsmitteln zur Anwendung verbotener Methoden
  8. (versuchte) Verabreichung einer verbotenen Substanz oder die (versuchte) Anwendung einer verbotenen Methode bei einem Athleten
  9. Mittäterschaft (Gehilfenschaft, Ermutigung, Anleitung, Anstiftung, Konspiration, Verschleierung) oder sonstige vorsätzliche Teilnahme bei einem (versuchten) Verstoss gegen Anti-Doping-Bestimmungen durch eine andere Person
  10. Verbotener Umgang von Athleten und anderen Personen mit Trainern, Ärzten oder anderen Athletenbetreuern, die aufgrund eines Verstosses gegen Anti-Doping-Bestimmungen gesperrt sind oder die in einem Straf- oder Disziplinarverfahren im Zusammenhang mit Doping verurteilt wurden

Die oben genannten verbotenen Substanzen und Methoden werden von der Welt-Anti-Doping-Agentur definiert.

Dopingliste

Ausführungsbestimmungen

Das Doping-Statut von Swiss Olympic wird durch die folgenden Ausführungsbestimmungen präzisiert, welche von Antidoping Schweiz erlassen werden: